Wenn ich Oma besuche, ist der Fernseher oft an. Oma schaut zu oder ist mit etwas anderem beschäftigt. Ich suche mir einen Platz in ihrer Nähe. Meine Mutter hat mir erklärt, dass Oma mit Demenz lebt und viele Dinge im Alltag schwerer geworden sind.
Oma möchte in ihrem Zuhause bleiben. Sie möchte nicht in ein Heim ziehen. Meine Mutter hat volle Tage und kann nicht ständig bei Oma sein. Sie hat nach einer Unterstützung gesucht, die Omas Wunsch zu Hause zu bleiben mitdenkt.
Lianna kennt meine Augenhöhe
Meine Mutter hat volle Tage und kann nicht ständig bei Oma sein. Sie hat sich um Hilfe gekümmert. Über Demenzbetreuung bei Thalpos fand sie Unterstützung für Oma. Die Suche führte sie zu Lianna, die Oma zu Hause begleitet. Für meine Mutter war es wichtig, dass Oma Hilfe bekommt und sie nicht jede Aufgabe allein auffangen muss.
Lianna kommt aus Rumänien. Wenn ich sie sehe, merke ich vor allem, wie freundlich sie mich begrüßt. Sie beugt sich zu mir herunter, gibt mir manchmal ein Leckerli und spielt mit mir. Oma schaut währenddessen fern oder kümmert sich um etwas anderes. Lianna hat dann auch mich im Blick.
Ein Zuhause, in dem viele helfen
Oma ist mehr als ihre Diagnose. Sie ist die Person, die ich besuche. Sie hat ihr Zuhause und ihren eigenen Tagesablauf. Lianna hilft ihr bei den Dingen, die allein schwieriger geworden sind. Meine Mutter hat bei der Suche Unterstützung bekommen, und Oma kann zu Hause bleiben.
Wenn ich zu Besuch komme, ist auch für mich Platz. Lianna weiß, dass ein Leckerli und ein kurzes Spiel meine Aufmerksamkeit zuverlässig gewinnen. Danach lege ich mich in Omas Nähe. Der Fernseher erzählt etwas für sie. Im Zimmer ist jemand für Oma da und jemand, der auch mich streichelt.
So sieht Fürsorge von meiner Höhe aus: nicht, dass eine Person alles allein macht, sondern dass mehrere Menschen einander helfen können. Omas Zuhause hat Platz für uns alle.



